Erste Bundesgartenschau im Saarland wäre ein Leuchtturm - Oberbürgermeister Conradt fehlt der Mut

Aktuell sieht man gerade an Mannheim, welche Aufmerksamkeit eine Bundesgartenschau generiert. Dies sieht die FPD-Stadtratsfraktion auch als eine Chance für Saarbrücken. „Mit unserem Antrag, die Durchführung einer Bundesgartenschau in Saarbrücken zu prüfen, wollten wir eine Diskussion anstoßen“, so Hermann Simon, FDP-Stadtverordneter. In Saarbrücken fehlen nach Meinung der Liberalen seit Jahren große Visionen und der Mut, die Stadt nach vorne zu bringen. „Alle Projekt, die zurzeit in der Planung oder Umsetzung sind, sind zwar wichtig für Saarbrücken, haben aber keine überregionale Stahlkraft“, gibt Simon zu bedenken. Daher bedauern die Freien Demokraten, dass Oberbürgermeister Conradt (CDU) die Idee zwar aufgegriffen habe, aber nur kurzfristig und provinziell denkt. „Dass die Planung und Durchführung einer Bundesgartenschau Geld kostet und kein kurzfristiges, sondern ein zukunftsgerichtetes und nachhaltiges Projektes ist, ist uns bewusst. Wir sehen den großen Nutzen für die Stadtentwicklung, die Kultur und für den Tourismus, der sich daraus langfristig ergibt“, erläutert Simon. Am Beispiel Rheinland-Pfalz könne man ja sehen, dass Landesgartenschauen eher eine begrenzte Wirkung hätten. „Solche Großprojekte sind langfristig und man darf auch nicht in Wahlperioden, wie es anscheinend der OB macht, denken. Uns geht es nicht darum, Lorbeeren ernten zu können, sondern eine Strahlkraft für Saarbrücken aufzuzeigen, die weit über die Landesgrenzen hinaus bemerkbar ist. Der OB betont immer wieder, dass Saarbrücken die Landeshauptstadt und das Oberzentrum der Region ist, mit diesem Anspruch muss man auch Visionen haben und Motor der Region sein“, so Simon weiter. „Leider beobachten wir immer wieder, dass bei Ideen, die nicht aus der Feder des OBs kommen, die Verwaltung nicht prüft, wie etwas gehen könnte, sondern eher warum es nicht geht“, bedauert Simon. Die Liberalen wollten mit ihrem Antrag einen Anstoß geben. „Schon jetzt gibt es unterschiedliche Konzepte, wie eine Bundesgartenschau durchgeführt werden kann, so wie aktuell in Mannheim als Stadt oder wie das Mittelrheintal als Region. Ob Saarbrücken alleine in der Lage wäre ein solches Projekt zu stemmen, müsste sich in der Diskussion zeigen. Gleich, wie es der OB macht, nach Hilfen vom Land zu rufen, ist beschämend. Wichtig ist, dass die Diskussion jetzt erst einmal ergebnisoffen geführt wird“, so Simon.