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FDP: Bahn-Chaos muss Konsequenzen für Saarbrücker ÖPNV-Planung haben

Dr. med. Helmut Isringhaus

Die erneute Verschiebung der geplanten Bauarbeiten und Sperrung der Bahnstrecke zwischen Saarbrücken und Mannheim zeigt aus Sicht der FDP-Stadtratsfraktion, wie wenig verlässlich die derzeitigen Planungen sind. 

„Wenn sich zentrale Bauvorhaben der Deutschen Bahn immer wieder verschieben, muss das auch Konsequenzen für die Verkehrsplanung in Saarbrücken haben“, erklärt Dr. Helmut Isringhaus, Fraktionsvorsitzender der FDP im Stadtrat. „Die SPD-Landesregierung kündigt gleichzeitig einen 20-Minuten-Takt zwischen Homburg und Saarbrücken an. Das wirft die Frage auf, wie belastbar diese Versprechen tatsächlich sind, wenn noch nicht klar ist, wann Strecken gesperrt werden und weitere Haltepunkte gebaut werden können.“ 

Insbesondere die geplante Verlängerung der Saarbahn müsse jetzt endgültig hinterfragt werden. Der geplante Haltepunkt am Saarbasar ist eng mit den bisherigen Überlegungen zur Vernetzung von Bahn und Saarbahn verbunden. 

„Wir als FDP lehnen die Saarbahn-Verlängerung ab. Unter den sich ständig verändernden Rahmenbedingungen muss dieses Projekt jetzt endgültig zu den Akten gelegt werden. Statt immer neue Millionenprojekte anzukündigen, brauchen wir eine realistische und verlässliche Verkehrsplanung“, so Isringhaus. 

Gleichzeitig fordert die FDP, dass bei allen Planungen die ICE- und TGV-Anbindung Saarbrückens dauerhaft gesichert bleibt. 

„Saarbrücken darf nicht zum Abstellgleis des Fernverkehrs werden. Eine gute Anbindung an Paris, Mannheim und den überregionalen Bahnverkehr ist für unsere Stadt und die gesamte Region unverzichtbar“, erklärt Isringhaus. 

Die FDP fordert daher eine Neubewertung der ÖPNV-Planungen und ein belastbares Gesamtkonzept, das auch für den Fall von Streckensperrungen und weiteren Verzögerungen funktioniert.