FDP begrüßt verstärkte Maßnahmen gegen Wildschweinplage: Stadtjäger ist wichtiger Schritt in die richtige Richtung
Die FDP-Stadtratsfraktion Saarbrücken begrüßt den aktuellen Bericht der Verwaltung zur Wildschweinproblematik und sieht sich in ihrem langjährigen Einsatz für eine konsequente Bekämpfung der zunehmenden Schwarzwildbestände bestätigt. Insbesondere die Einstellung eines Stadtjägers bewertet die Fraktion als wichtigen und richtigen Schritt.
„Die Wildschweinproblematik beschäftigt viele Bürger seit Jahren. Immer wieder wurden uns Schäden an Privatgrundstücken, auf öffentlichen Grünflächen sowie gefährliche Situationen im Straßenverkehr gemeldet. Deshalb haben wir das Thema frühzeitig auf die politische Tagesordnung gesetzt und konkrete Maßnahmen eingefordert. Es freut uns, dass die Stadt nun einen umfassenden Maßnahmenkatalog umsetzt“, erklärt der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Hermann Simon.
Nach Auffassung der FDP zeigt der Bericht deutlich, dass das Problem längst nicht mehr auf einzelne Straßenzüge oder Stadtteile beschränkt ist. Sichtungen und Schäden werden inzwischen aus zahlreichen Bereichen des Stadtgebiets gemeldet. Die dokumentierten Wildschweinbewegungen auf öffentlichen Straßen verdeutlichen zudem, dass neben Sachschäden auch Risiken für die Verkehrssicherheit und die Sicherheit von Fußgängern bestehen.
Besonders positiv bewertet die FDP die Einrichtung der neuen Stelle eines Stadtjägers beim Ordnungsamt. Dieser könne die bisherigen Aktivitäten bündeln, Jagdmaßnahmen koordinieren und insbesondere in befriedeten Bereichen zusätzliche Handlungsmöglichkeiten schaffen.
„Mit der Einstellung eines Stadtjägers schafft die Landeshauptstadt endlich die personellen Voraussetzungen für ein professionelles und dauerhaftes Wildschweinmanagement. Die Herausforderungen in einer Großstadt unterscheiden sich deutlich von denen in klassischen Jagdrevieren. Deshalb war es richtig, hierfür eine eigene Zuständigkeit zu schaffen“, betont Simon.
Auch die Intensivierung der Bejagung, die Durchführung von Sonderjagden, die Förderung von Wärmebildtechnik, die Einführung einer Abschussprämie sowie die geplante Nutzung eines Saufangs seien aus Sicht der FDP sinnvolle Bausteine einer Gesamtstrategie. Entscheidend sei, dass alle rechtlich zulässigen und tierschutzgerecht umsetzbaren Maßnahmen genutzt werden, um die Population nachhaltig zu regulieren.
Die Liberalen begrüßen zudem, dass die Verwaltung die Sicherung von Müllbehältern, die Beseitigung von Rückzugsräumen und ein verbessertes Monitoring als weitere Bestandteile der Strategie verfolgt. Maßnahmen zur Vermeidung von Nahrungsquellen seien ein wichtiger Beitrag, um Wildschweine gar nicht erst in Wohngebiete zu locken.
„Der Bericht macht deutlich, dass es keine einzelne Maßnahme geben wird, die das Problem sofort löst. Notwendig ist ein Bündel aus Prävention, Bejagung und konsequenter Koordination. Genau diesen Weg unterstützt die FDP ausdrücklich“, so Simon abschließend.
Die FDP-Stadtratsfraktion wird die weitere Entwicklung aufmerksam begleiten und erwartet, dass die Wirksamkeit der einzelnen Maßnahmen regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst wird. Ziel müsse es sein, die Belastungen für die Bürger dauerhaft zu reduzieren und die Sicherheit im öffentlichen Raum zu erhöhen.