FDP hinterfragt Instandsetzung der Mainzer Straße zum jetzigen Zeitpunkt
Der Abschnitt der Mainzer Straße in Saarbrücken von der Aral-Tankstelle (Höhe Hornbach) bis unterhalb des Halberg wird derzeit für rund 600.000 € instandgesetzt. Die Maßnahme dient laut der Stadtverwaltung der Sicherstellung der Verkehrssicherheit und der kurzfristigen Substanzerhaltung des Straßenabschnitts.
Dazu erklärt der baupolitische Sprecher und Fraktionsvorsitzende der FDP im Saarbrücker Stadtrat, Dr. Helmut Isringhaus: “Die Begründung der Verwaltung wirkt für uns vorgeschoben. Da gleichzeitig nach aktuellem Planungsstand vorgesehen ist, im Jahr 2029 die Saarbahnstrecke vom Römerkastel bis unterhalb des Halberg zu verlängern, stellt sich für uns die Frage nach der Notwendigkeit der Instandsetzung zum jetzigen Zeitpunkt. Wer heute eine Straße für über 600.000 € instandsetzt und wenige Jahre später im Zuge einer Baumaßnahme wieder aufreißt, handelt weder wirtschaftlich noch nachhaltig. Wenn man Böses denkt, könnte man zu der Auffassung kommen, dass die Verwaltung ihrer eigenen Planung für die Verlängerung der Saarbahn nicht traut, die nach unserer Meinung überflüssig ist.
Angesichts eines weiterhin wachsenden Haushaltsdefizits der Landeshauptstadt stellt sich aus Sicht der FDP ernsthaft die Frage nach der finanziellen Vernunft und der Abstimmung innerhalb der Stadtverwaltung. Es entsteht der Eindruck, dass hier ressortübergreifend nicht ausreichend koordiniert wird. Ich kenne niemanden, der an seinem Haus das Dach neu eindeckt und gleichzeitig weiß, dass er es in drei Jahren wieder vollständig umbaut. Für uns Liberale ist dieses Vorgehen nicht nachvollziehbar und stellt einen klaren Fall von ineffizientem Mitteleinsatz und potenzieller Geldverschwendung dar. Wir fordern eine sofortige Überprüfung der Planungsabläufe sowie eine deutlich bessere Abstimmung zukünftiger Infrastruktur- und Baumaßnahmen.”