FDP Stadtratsfraktion fordert anspruchsvolle Lösung für altes Finanzamt: Grundstück ist zu prominent, um isoliert betrachtet zu werden.

Dr. med. Helmut Isringhaus

Die FDP-Stadtratsfraktion Saarbrücken nimmt Stellung zu den Ergebnissen des Workshops des Städtebaubeirates zur Zukunft des alten Finanzamtes vom 7.2.2025 und fordert ein städtebauliches Projekt, bei dem auch der Bezug zur Innenstadt hergestellt und der Öffnung zur Saar Rechnung getragen wird. 

Dazu Dr. Helmut Isringhaus, Fraktionsvorsitzender der FDP im Stadtrat: „Nach dem für die meisten Akteure unverständlichen Beschluss der Landesregierung, das ehemalige Finanzamt am Stadtgraben ohne weitere Alternativlösungen abzureißen, besteht die Gefahr, dass ein isoliertes, rein zweckorientiertes Bauwerk entsteht – ohne Bezug zur Umgebung und ohne echten Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger Saarbrückens. Ein bedeutender städtebaulicher Ort mit großem Potenzial für die zukünftige Stadtentwicklung droht damit der öffentlichen Nutzung weiterhin verwehrt zu bleiben.“ 

Besonders besorgniserregend ist nach Meinung vieler Experten der Umgang mit dem historischen Bestand. Es lohnt sich, den Blick über den Tellerrand hinaus zu richten: “Unsere Nachbarn zeigen, wie ein sensibler Umgang mit historischer Bausubstanz zu lebendigen und unverwechselbaren Innenstädten führt. Ich bin nicht grundsätzlich gegen einen Abriss, aber es sollten beide Optionen genau betrachtet und ergebnisoffen diskutiert werden.” so Isringhaus weiter. 

Für die FDP-Stadtratsfraktion Saarbrücken ist klar: Es benötigt eine transparente, bürgernahe und nachhaltige Planung in diesem Bereich, die den Bezug zwischen der Innenstadt Saarbrückens und der Saar herstellt und gleichzeitig moderne städtebauliche Entwicklungen ermöglicht.