FDP-Stadtratsfraktion Saarbrücken: Neue Einbruchszahlen sind alarmierend – Bürger dürfen nicht alleine gelassen werden
Die aktuelle polizeiliche Kriminalstatistik zu Einbrüchen in Saarbrücken sorgt in der FDP-Stadtratsfraktion für große Besorgnis. Die deutlich gestiegenen Fallzahlen zeigen aus Sicht der Liberalen, dass die Sicherheitslage in der Landeshauptstadt sich spürbar verschlechtert hat und viele Bürgerinnen und Bürger sich zunehmend unsicher fühlen.
„Die Entwicklung ist alarmierend. Wenn Menschen Angst haben, ihr eigenes Zuhause zu verlassen oder sich abends in ihrer Nachbarschaft nicht mehr sicher fühlen, ist das ein ernstes Warnsignal“, erklärt der Fraktionsvorsitzende der FDP im Stadtrat Dr. Helmut Isringhaus. Die Liberalen betonen, dass die Sorgen der Bürger nicht relativiert oder ignoriert werden dürfen. „Ängste müssen ernst genommen werden. Niemand darf mit diesem Gefühl alleine gelassen werden“, fordert Isringhaus.
Neben verstärkter Präventionsarbeit und einer konsequenten Aufklärung fordert die FDP-Stadtratsfraktion deshalb auch eine sichtbare Stärkung der Polizeipräsenz vor Ort. „Prävention und moderne Ermittlungsarbeit sind wichtig – aber sie ersetzen nicht die Wirkung von Polizistinnen und Polizisten, die im Stadtbild präsent sind. Sicherheit entsteht auch durch Nähe, Ansprechbarkeit und schnelle Reaktionsfähigkeit“, so Isringhaus.
Die FDP sieht die Stadt in der Verantwortung, gemeinsam mit Land und Polizei Maßnahmen zu ergreifen, die das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung nachhaltig stärken. Dazu gehören aus Sicht der Fraktion unter anderem mehr sichtbare Polizeipräsenz in den Stadtteilen, verstärkte Zusammenarbeit zwischen Stadt, Polizei und Quartieren, Ausbau von Präventionsangeboten, bessere Unterstützung für Betroffene von Einbrüchen sowie die Einführung eines Wohnungseinbruchs-Monitors.
Gerade die Einführung eines öffentlich zugänglichen Wohnungseinbruchs-Monitors im Saarland nach dem Vorbild von Nordrhein-Westfalen wäre aus Sicht der Liberalen ein großer Fortschritt im Sinne des Sicherheitsgefühls der Bürger. „Die Sorge mancher Verantwortlicher, mehr Transparenz könne die Bürger verunsichern, überzeugt nicht. Das Gegenteil ist richtig: Verunsicherung entsteht dort, wo Informationen fehlen. Offenheit und Transparenz schaffen Vertrauen”, so Isringhaus.
In Nordrhein-Westfalen veröffentlicht die Polizei regelmäßig Daten zu Wohnungseinbrüchen und Einbruchsversuchen, teilweise auch kartografisch aufbereitet. Bürger können so Entwicklungen nachvollziehen und ihr eigenes Verhalten anpassen.
Isringhaus betont zudem den präventiven Nutzen solcher Informationen: „Für Bürger ist es wichtig zu wissen, wie Täter vorgehen. Werden Fenster aufgehebelt, Terrassentüren angegangen oder Haustüren manipuliert? Aus solchen Informationen ergeben sich ganz konkrete Konsequenzen für den eigenen Schutz – von besserer Beleuchtung über mechanische Sicherungen bis hin zu Alarmanlagen.“
Ein Einbruchs-Monitor könne deshalb nicht nur Zahlen liefern, sondern auch Hinweise zu typischen Vorgehensweisen der Täter und zu sinnvollen Schutzmaßnahmen geben.
„Saarbrücken braucht eine Sicherheitsstrategie, die den Menschen das Gefühl zurückgibt, dass der Staat für sie da ist. Wir dürfen nicht zulassen, dass sich Unsicherheit in unserer Stadt festsetzt“, so Isringhaus abschließend.