FDP-Stadtratsfraktion Saarbrücken: Rückzug der Deutschen Glasfaser ist schwerer Rückschlag für Saarbrücken
Die FDP-Stadtratsfraktion Saarbrücken und ihr stellvertretender Fraktionsvorsitzender Hermann Simon bedauern die Ankündigung der Deutschen Glasfaser, den weiteren Glasfaserausbau in Saarbrücken nicht fortzuführen.
„Der Glasfaserausbau ist heute ein zentraler Standortfaktor für Bürger, Unternehmen und die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt. Der Rückzug der Deutschen Glasfaser ist deshalb ein schwerer Rückschlag für Saarbrücken“, erklärt Simon.
Gleichzeitig verweist die FDP darauf, dass die Telekom wohl bereits in Dudweiler Süd ausgebaut habe und aktuell den Ausbau in Ensheim, Eschringen und Fechingen vorantreiben würde. Auch in diesen Bereichen hatte die Deutsche Glasfaser zuvor Ausbauabsichten angekündigt. „Hier ist die Telekom bereits eingesprungen. Auch in Bübingen, Güdingen sowie Bischmisheim und Schafbrücke prüft die Telekom wohl einen Ausbau“, so Simon.
Aus Sicht der FDP muss nun verhindert werden, dass es zu unwirtschaftlichen Doppelausbauten kommt, während andere Gebiete weiterhin ohne Glasfaseranschluss bleiben. „Unser Ziel muss sein, dass möglichst alle Stadtteile eigenwirtschaftlich ausgebaut werden. Statt paralleler Netze brauchen wir eine flächendeckende Versorgung”, so Simon.
Die FDP fordert daher den Oberbürgermeister auf, kurzfristig Gespräche mit den beteiligten Unternehmen zu führen und Lösungen für die betroffenen Stadtteile zu finden.
Zugleich sieht die Fraktion die Deutsche Glasfaser in der Verantwortung, schnell für Klarheit zu sorgen. „Viele Bürger haben bereits Vorverträge unterschrieben. Soweit Kunden bereits informiert wurden, ist das richtig. Jetzt kommt es darauf an, dass sämtliche Betroffenen zeitnah und transparent über das weitere Vorgehen unterrichtet werden. Gerade in einem Markt, in dem verschiedene Anbieter Ausbauankündigungen machen, brauchen die Menschen Verlässlichkeit und Planungssicherheit“, erklärt Simon. „Die aktuelle Verunsicherung zeigt sich auch in Gebieten, in denen Verträge mit der OXG abgeschlossen wurden, während die Telekom bereits ausbaut oder den Ausbau vorbereitet.“