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Frühbetreuung sichern statt schwächen!

Die FDP Fraktion im Stadtrat Saarbrücken spricht sich entschieden gegen die Schließung der Frühbetreuung an drei Saarbrücker Grundschulen aus.  

Die Landeshauptstadt bietet aktuell an drei Standorten in Saarbrücken eine Betreuung vor Unterrichtsbeginn ab 7 Uhr an. Dieses Angebot stellt einen wichtigen Baustein in der Betreuung für viele Familien dar. Nun schlägt die Verwaltung dem Stadtrat vor, dieses Angebot abzuschaffen. Die Stadt verweist in ihrer Begründung unter anderem auf das Bildungsministerium mit seinen neuen Richtlinien zur Ganztagsbetreuung. Dieses verweist auf notwendige Anpassungen, knappe Ressourcen und neue Konzepte in der Ganztagsbetreuung. Was auf den ersten Blick nach Reformbestrebungen klingt, stößt in der Praxis jedoch auf deutliche Skepsis. 

„Personal-, Raum- und Finanzmangel lassen sich nicht beheben, indem bewährte Angebote infrage gestellt werden“, erklärt Müller. Genau dieser Eindruck entstehe derzeit in der Debatte um mögliche Einsparungen bei der Frühbetreuung. 

Besonders kritisch bewertet Müller die Überlegungen, etablierte Strukturen zu reduzieren: „Die Frühbetreuung verursacht die Probleme im Bildungssystem nicht, sie federt einen Teil davon ab. Sie ermöglicht Eltern die Ausübung ihres Berufs und gibt Kindern einen verlässlichen Start in den Tag.“ Wer dieses Angebot schwäche, schaffe weder zusätzliche Ganztagsplätze noch gewinne man dadurch mehr Fachkräfte. 

Auch mit Blick auf die Lebensrealität vieler Familien sieht Müller erheblichen Nachholbedarf in der politischen Bewertung. „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird regelmäßig betont. Wenn jedoch genau die Angebote eingeschränkt werden, die diese Vereinbarkeit erst ermöglichen, entsteht ein klarer Widerspruch“, so die schulpolitische Sprecherin. Viele Familien seien auf die Frühbetreuung angewiesen insbesondere bei Schichtarbeit, langen Arbeitswegen oder frühen Arbeitszeiten. Diese Realität dürfe in der politischen Entscheidungsfindung nicht außer Acht gelassen werden. 

Statt Kürzungsdebatten fordert Müller eine klare Fokussierung auf die strukturellen Herausforderungen im Bildungssystem: „Das Bildungsministerium sollte sich auf die eigentlichen Aufgaben konzentrieren mehr Personal gewinnen, Schulen besser ausstatten und vor allem Kommunen entlasten“ 

Die schulpolitische Sprecherin Heike Müller stellt abschließend klar: „Die Frühbetreuung gehört zu diesen verlässlichen Rahmenbedingungen. Sie ist kein Problem, sondern Teil der Lösung.“