Kultur und Einkauf unter einem Dach - FDP Stadtratsfraktion Saarbrücken: Garage zur modernen Markthalle entwickeln
Die FDP Stadtratsfraktion Saarbrücken sieht in einer modernen Markthalle in der Saarbrücker Innenstadt eine große Chance für die Belebung der City. Als möglichen Standort bringt die FDP die Garage ins Gespräch. Das zentral gelegene und bereits vorhandene Gebäude könnte nach dem absehbaren Ende der heutigen Nutzung eine attraktive und wirtschaftlich tragfähige Nachnutzung erhalten.
„Die Garage ist zentral gelegen, gut erreichbar und bereits vorhanden. Warum sollten wir neue Flächen versiegeln, wenn wir bestehenden Raum sinnvoll weiterentwickeln können? Eine Markthalle könnte hier ein echter Gewinn für Saarbrücken werden“, erklärt der FDP-Fraktionsvorsitzende Isringhaus.
Der derzeitige Betreiber hat angekündigt, dass die Nutzung der Garage als Konzert- und Veranstaltungsort am bisherigen Standort im Jahr 2029 enden soll. “Dies bedauern wir sehr, da die Garage sich über die Jahre als eine feste Größe im Kulturkalender der Stadt etabliert hat. Wenn sich nun kein anderer Betreiber findet, der die Garage mit einem ähnlichen Konzept weiterführt, stellt sich bereits heute die Frage nach einer zukunftsfähigen Nachnutzung des für Saarbrücken wichtigen Gebäudes, damit es nicht zu einem weiteren Leerstand in der Innenstadt kommt”, so Isringhaus. Aus Sicht der FDP sollte deshalb frühzeitig über mögliche Konzepte gesprochen werden.
„Wir sollten nicht warten, bis die Räume leer stehen und dann hektisch nach einer Lösung suchen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Ideen für eine sinnvolle Nutzung der ehemaligen Ford-Garage zu entwickeln “, so Isringhaus.
Eine moderne Markthalle könne dabei weit mehr sein als ein klassischer Ort zum Einkaufen. Denkbar sei eine Kombination aus regionalen Produkten, Lebensmittelangeboten, Gastronomie, kulturelle Veranstaltungen und Aufenthaltsmöglichkeiten. Insbesondere regionale Erzeuger, kleine Unternehmen, Manufakturen und Start-ups könnten von flexiblen Verkaufsflächen, wechselnden Anbietern und Pop-up-Ständen profitieren.
„Eine solche Markthalle könnte Markt, Gastronomie und Begegnungsort miteinander verbinden. Ein moderner Foodcourt mit unterschiedlichen Angeboten unter einem Dach würde nicht nur zum Einkaufen einladen, sondern zu einem Ort werden, an dem Menschen gerne zusammenkommen, essen und Zeit verbringen“, sagt der FDP-Fraktionsvorsitzende.
Auch für die Innenstadt insgesamt könne eine Markthalle einen wichtigen Impuls setzen. Zusätzliche Besucher würden für mehr Frequenz im Umfeld sorgen und damit auch den bestehenden Einzelhandel, die Gastronomie und Dienstleistungsbetriebe stärken. Durch Veranstaltungen, Verkostungen und wechselnde Themenangebote könnte zudem eine ganzjährige und wetterunabhängige Nutzung ermöglicht werden.
„Unser Ziel muss sein, die Innenstadt auch außerhalb der klassischen Ladenöffnungszeiten attraktiv zu machen. Eine lebendige Markthalle könnte Menschen aus Saarbrücken, dem Umland und auch Touristen anziehen und damit zu einem neuen Anziehungspunkt der City werden“, betont Isringhaus.
Für die FDP ist allerdings entscheidend, dass ein solches Projekt wirtschaftlich auf eigenen Beinen steht. Die Stadt solle weder selbst Betreiber einer Markthalle werden noch als Projektentwickler auftreten. Stattdessen müsse sie private Initiative ermöglichen und Investoren den nötigen Spielraum geben.
„Für uns gilt ganz klar: Private investieren und entwickeln – die Stadt ermöglicht. Wenn private Investoren bereit sind, Kapital und Ideen einzubringen und das wirtschaftliche Risiko zu tragen, muss die Stadt dafür die richtigen Rahmenbedingungen schaffen“, erklärt Isringhaus.
Dazu gehörten aus Sicht der FDP insbesondere schnelle Genehmigungsverfahren, flexible Nutzungskonzepte und der Abbau unnötiger bürokratischer Hürden. Neue planerische Vorgaben dürften private Investitionen nicht unnötig erschweren.
„Eine Stadt entwickelt sich nicht allein am Reißbrett der Verwaltung. Gute Ideen entstehen häufig aus privater Initiative. Politik und Verwaltung sollten solche Ideen nicht ausbremsen, sondern sie aufnehmen und möglich machen“, so Isringhaus.
Die FDP spricht sich deshalb dafür aus, bereits jetzt die Voraussetzungen für eine mögliche zukunftsfähige Entwicklung der Garage nach 2029 zu schaffen.
„Eine moderne Markthalle mit Foodcourt kann eine überzeugende Zukunft für die Garage sein – und gleichzeitig einen neuen Impuls für die gesamte Saarbrücker Innenstadt geben.“, fasst der FDP-Fraktionsvorsitzende Isringhaus zusammen.