Saarbrücken muss mehr für die Attraktivität der Innenstadt tun

Dr. med. Helmut Isringhaus

Für die FDP Stadtratsfraktion müsste Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) zuerst einmal seine Hausaufgaben machen, bevor er mit dem Finger auf andere zeigt. „Statt sich über die Erweiterung des Factory Outlets in Zweibrücken und die möglichen Folgen daraus zu beklagen, sollte OB Conradt endlich selbst etwas dafür tun, dass wieder mehr Menschen, die auch Geld ausgeben, nach Saarbrücken kommen!“, fordert Dr. Helmut Isringhaus, Fraktionsvorsitzender der FDP im Stadtrat. Es gibt aus Sicht der FDP Fraktion viele Gründe, die auch bekannt sind, warum Menschen lieber in Outlets oder Einkaufszentren auf der grünen Wiese, von denen es vor allem in Frankreich viele gibt, einkaufen. Seit Jahren fordern die Freien Demokraten von Conradt Maßnahmen für mehr Sicherheit, Sauberkeit und bezahlbare Parkplätze, da die meisten Besucher mit dem Auto zum Einkauf fahren. „Bisher ist wenig bis nichts geschehen und mit Blick auf die Parkplatzsituation in der Innenstadt sieht es eher noch düsterer aus“, bedauert Isringhaus. 

„Leider argumentiert Conradt immer, dass Saarbrücken ja spitze bei den Besuchern sei mit Passanten-Zählungen von einem Unternehmen, das nur wenige Städte in 6 Ländern untersucht und dabei auch nur eine Frequenzzählung macht“, so Isringhaus und weiter: „Auch das Argument, dass es statistisch in Saarbrücken nur wenige Straftaten gebe, zieht nicht, wenn sich die Besucher der Stadt unsicher fühlen.“  

Die Freien Demokraten hoffen, dass auch Conradt endlich einsieht, dass etwas geändert werden muss. “Ein weiter so darf es nicht geben, wenn Saarbrücken eine Zukunft als Einkaufsstadt haben soll. Ein Einkauf in Saarbrücken muss zu einem Gesamterlebnis werden und den Bürgern mehr bieten als ein Einkauf im Internet oder in einem Outlet”, so Isringhaus abschließend.