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Saarbrücken verbessert sich im Smart City Index 2026 – Platz 41 kann aber nicht der Anspruch einer Landeshauptstadt sein

Verena Blacha

Saarbrücken hat sich im Smart City Index 2026 um fünf Plätze verbessert und belegt aktuell Rang 41. Die FDP-Stadtratsfraktion begrüßt diese Entwicklung. Gleichzeitig zeigt das Ergebnis: Für eine Landeshauptstadt und einen bedeutenden Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort kann Platz 41 nicht der Anspruch sein. Saarbrücken muss bei der Digitalisierung deutlich ambitionierter werden und den Anspruch entwickeln, zur Spitzengruppe der deutschen Großstädte aufzuschließen. 

Aus dem Bericht heißt es: „Saarbrücken … Gesamt 74,5 Punkte … Tendenz zum Vorjahr: –1.“ Im Bereich Verwaltung erreicht die Landeshauptstadt 74,1 Punkte und liegt damit weiterhin deutlich hinter den führenden Städten zurück. 

Für die FDP-Stadtratsfraktion ist deshalb klar: Die Verbesserung um fünf Plätze ist ein Schritt in die richtige Richtung, darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Saarbrücken beim Thema Digitalisierung noch erheblichen Nachholbedarf hat. 

„Dass Saarbrücken fünf Plätze gutgemacht hat, erkennen wir ausdrücklich an. Das ist eine positive Entwicklung. Gleichzeitig müssen wir den Anspruch haben, nicht nur im Mittelfeld mitzuspielen. Als Landeshauptstadt des Saarlandes muss Saarbrücken bei der digitalen Verwaltung, bei Online-Services und bei innovativen digitalen Angeboten deutlich weiter vorne liegen“, so Verena Blacha, Sprecherin für Digitalisierung der FDP-Stadtratsfraktion. „Wir brauchen deshalb jetzt den nächsten Schritt – von der Verbesserung im Ranking hin zu einer echten Digitaloffensive.“ 

Auch in den einzelnen Themenfeldern bleibt Luft nach oben: In der Mobilität erreicht Saarbrücken 73,1 Punkte, bei Gesellschaft und Bildung 75,2 Punkte. Im Bereich Energie und Umwelt kommt die Stadt auf 66,2 Punkte. Diese Ergebnisse zeigen, dass Saarbrücken zwar Fortschritte macht, in mehreren zentralen Bereichen aber noch deutliches Entwicklungspotenzial besitzt. 

Die FDP-Stadtratsfraktion formuliert deshalb eine klare Zielmarke: Saarbrücken muss in allen fünf Themenbereichen den Sprung in die Top 20 schaffen. Dafür braucht es eine konsequente Digitalstrategie, klare Verantwortlichkeiten, messbare Ziele und eine Führung, die Digitalisierung nicht lediglich verwaltet, sondern aktiv gestaltet. 

„Fünf Plätze nach vorne sind ein gutes Signal. Jetzt darf sich die Stadt darauf aber nicht ausruhen. Unser Ziel muss sein, Saarbrücken Schritt für Schritt in die Spitzengruppe zu führen. Gerade für Bürgerinnen und Bürger sowie für die Wirtschaft sind moderne, unkomplizierte und verlässliche digitale Angebote ein wichtiger Standortfaktor“, so Hermann Simon, wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Stadtratsfraktion. 

„Saarbrücken hat sich verbessert – und das ist ausdrücklich zu begrüßen. Aber Platz 41 kann nicht der Anspruch einer Landeshauptstadt sein. Andere Großstädte zeigen, was bei konsequenter Digitalisierung möglich ist. Wir erwarten deshalb vom zuständigen Dezernenten Tobias Raab und der Stadtverwaltung, den eingeschlagenen Weg zu beschleunigen und eine Digitaloffensive auf den Weg zu bringen. Unser Ziel ist klar: Saarbrücken soll in die Top 20“, so Blacha abschließend.