Werbeausgaben des Zoos Saarbrücken sind falsch priorisiert

Heike Müller

Die FDP im Saarbrücker Stadtrat kritisiert die Werbeausgaben des Zoos Saarbrücken in Höhe von 51.000 Euro deutlich. Aus Sicht der Freien Demokraten fehlt es an wirtschaftlicher Vernunft, klarer Zielgruppenorientierung und politischer Kontrolle. „51.000 Euro für Werbung auszugeben, ohne eine erkennbare Strategie zur Gewinnung neuer Besuchergruppen vorzulegen, ist kein verantwortungsvoller Umgang mit Steuergeld“, erklärt Heike Müller, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP im Stadtrat und weiter: „Wer öffentlich finanziert wird, muss effizient wirtschaften alles andere ist den Bürgerinnen und Bürgern nicht zu vermitteln.“

Besonders unverständlich sei, dass offenbar nicht konsequent im regionalen und überregionalen Umfeld geworben werde. „Die Saarbrücker wissen, dass es einen Zoo gibt. Werbung muss dort ansetzen, wo neue Gäste realistisch erreicht werden können im Umkreis von 150 bis 200 Kilometern. Alles andere ist Streuverlust und damit schlicht unwirtschaftlich“, so Heike Müller weiter.

Die FDP betont, dass Werbung kein Selbstzweck sein dürfe. In Zeiten knapper kommunaler Haushalte müsse jeder Euro nachvollziehbar eingesetzt werden. „Wenn gleichzeitig über Investitionen, Sanierungen und laufende Kosten diskutiert wird, kann man sich Marketing ohne messbaren Nutzen schlicht nicht leisten“, so Müller. Die Freien Demokraten fordern daher mehr Transparenz, klare Zieldefinitionen und eine konsequente Erfolgskontrolle bei allen Werbeausgaben des Zoos. „Öffentliche Mittel verpflichten zu Professionalität, Effizienz und Prioritätensetzung. Genau daran mangelt es hier“, so Müller abschließend.