Wildschweinproblematik: FDP fordert weniger Bürokratie und mehr Pragmatismus

Der Infoabend der Stadt Saarbrücken zur Wildschweinproblematik am 5. Februar 2025 sollte Klarheit und Lösungen bringen – doch stattdessen wurden Bürgerinnen und Bürger erneut mit bürokratischen Hürden und theoretischen Analysen konfrontiert. Die FDP-Stadtratsfraktion Saarbrücken begrüßt grundsätzlich, dass die Stadtverwaltung das Thema nun endlich ernst nimmt. Anstatt pragmatische Maßnahmen zu ergreifen, verliert sich die Verwaltung weiterhin in Bürokratie und langwierigen Prüfprozessen.
„Es ist erfreulich, dass die Problematik von Seiten der Verwaltungsspitze nicht mehr ignoriert wird. Doch was die Menschen in Saarbrücken brauchen, sind keine weiteren Analysen, sondern konkrete Lösungen“, stellt Annabelle Lintz-Sonntag, umweltpolitische Sprecherin der FDP-Stadtratsfraktion, klar. Dazu weiter: „Die Veranstaltung hat gezeigt, dass es an echtem Umsetzungswillen noch fehlt. Statt Maßnahmen zu diskutieren, muss endlich gehandelt werden. Am 1.3. beginnt beispielsweise die Brut- und Setzzeit. Sträucher, Büsche und Dickungen als Rückzugsort der Sauen müssen an den entsprechenden Stellen bis dahin entfernt sein. Die LHS sollte als Vorbild auf ihren Liegenschaften anfangen, damit nicht noch ein Jahr ins Land geht.“
Die FDP-Fraktion fordert, dass sich sowohl Oberbürgermeister Uwe Conradt als Chef der Verwaltung als auch Umweltministerin Petra Berg als oberste Verantwortliche der oberen Jagdbehörde aktiv für schnelle und unbürokratische Lösungen einsetzen. Bisher wurden viele Optionen geprüft, aber nur wenige bis keine tatsächlich umgesetzt. Genehmigungen für Bejagungen in Wohngebieten fehlen weiterhin, und praktikable Maßnahmen wie die Fallenjagd werden noch blockiert.
„Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht, dass die Stadtverwaltung und die Jagdbehörden gemeinsam schnell für Abhilfe sorgen. Die Wildschweinproblematik eskaliert weiter, und die Menschen fühlen sich mit dem Problem allein gelassen“, kritisiert Lintz-Sonntag.
Die FDP-Stadtratsfraktion fordert, dass die Stadtverwaltung und die zuständigen Behörden alle rechtlichen und praktischen Möglichkeiten ausschöpfen, um Wildschweine aus Wohngebieten fernzuhalten. „Die Wildschweine interessieren sich nicht für langwierige Verwaltungsprozesse – jetzt ist die Zeit für entschlossenes Handeln“, so Lintz-Sonntag abschließend.